Angekommen, herausgefordert, ermutigt

Ende Juli war es endlich soweit, alle Kisten waren gepackt und das Umzugsunternehmen stand vor der Tür. Wir freuten uns und waren bereit: meine Frau, meine beiden Töchter und ich. Nach insgesamt 12 Jahren in der kleinen Freien ev. Gemeinde in Gelsenkirchen-Horst ging es für uns als Familie in die große Freie ev. Gemeinde nach Witten-Bommern. Seit dem 1. August bin ich dort Pastor und meine Frau Gemeindereferentin mit dem Schwerpunkt Kinder und Familien.

Kaum angekommen merken wir, wie herausfordernd dieser Wechsel für uns als Familie, als Eltern, als Ehepaar und natürlich als Hauptamtliche ist. Alles ist neu, will anders organisiert werden und wir müssen wieder ganz viel lernen. Alles ist ganz anders hier als in Gelsenkirchen. Das war uns ja schon vorher klar, aber es dann zu erleben ist doch nochmal ne andere Nummer.

Wie gut und entlastend, dass nicht alles an uns hängt. Immer wieder ermutigt uns ein Satz, den Paulus an die Gemeinde in Philippi geschrieben hat: „Ich bin ganz sicher: Gott, der das gute Werk bei euch begonnen hat, der wird es auch vollenden – bis zu dem Tag, an dem Jesus Christus wiederkommt.“ (Philipper 1,6).

Das ist die gute Nachricht: Nicht ich bin es, der von sich aus etwas bewegen und leisten muss, sondern immer ist es so, dass Gott den Anfang setzt. Die Bewegung geht zuerst mal von ihm aus zu uns. Doch nicht nur das, es ist noch besser: Wenn Gott etwas anfängt, dann – schreibt Paulus – führt er es auch zu Ende. Darauf können wir uns verlassen!

 

Rico Otterbach, Pastor der Freien ev. Gemeinde Witten

Gott antwortet

Höre meine Worte, Herr, und erhöre mich! Öffne deine Augen, Herr, und sieh! – 2. Könige 19, 16

König Hiskia war ein mutiger Mensch. Als König von Juda hatte er, mit Gottes Hilfe, zivile und religiöse Reformen durchgeführt. Doch immer wieder gab es Anfeindungen  und Widerstände, die alle Veränderungen und vor allem Gottes Existenz in Frage stellten.

In so einer Situation bittet Hiskia Gott um Hilfe. Voller Mut und Entschlossenheit fordert er Gott ganz offensiv auf: „Hör doch, sieh doch hin und tu etwas!“ Er weiß, dass Gott dazu in der Lage ist, die Macht dazu hat! Er hat es selbst schon erlebt.  Er achtet und respektiert Gott als den souveränen Herrn in seinem Leben, der handelt. So ist über die Jahre das Vertrauen und eine lebendige Beziehung zu Gott gewachsen. Gott als Herrn dieser Welt und über mein Leben anzuerkennen, ihm zu vertrauen, ist der Schlüssel zu einer persönlichen, lebendigen  Beziehung zu Gott. Eine Beziehung in der ich mutig und entschlossen um Dinge für mein Leben bitten darf. Wenn ich es ehrlich meine, wenn ich bereit bin Gott die Fäden meines Lebens in die Hand zu geben, wird er antworten und handeln.

Gottes Antwort auf Hiskias Gebet hat übrigens nicht lange auf sich warten lassen!

 

Annette Grabosch (Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Witten)

Neue Perspektiven und der rote Faden

Denn alles, was ich bin, bin ich durch dich.
Ich atme ein und aus, ich atme dich.
In allem was ich fühle, spür ich dich.
Ich kann nicht ohne dich.
Ich liebe dich.
(Alles was ich bin – Johannes Falk)

So klang die musikalische Begrüßung im Gottesdienst zur Einführung des neuen Landesjugendpfarrers Christian Uhlstein in der Stadtkirche St. Viktor zu Schwerte am 1. Juli 2021.

Neue Perspektiven sind jederzeit nötig und möglich. Der ACK bedankt sich ganz herzlich bei Christian Uhlstein, der in Witten unsere ökumenische Arbeit sehr unterstützt hat. Er war mit uns sehr verbunden und verwoben, so wie wir es auch in dem Monatsspruch für Juli zugesagt bekommen:

Gott ist nicht ferne von einem jeden unter uns. Denn in ihm leben, weben und sind wir. (Apg. 17,27)

Eine anschauliche Predigt hielt es uns vor Augen: Gott finden wir überall, sowohl in allen Lebensumständen und -abschnitten als auch in unseren eigenen Charakterzügen. Wir sind mit IHM zusammen kreative Mitgestalter*innen des Lebens, beschenkt und aktiviert, immer wieder diesen roten Faden aufzugreifen: Die Liebe und Fürsorge unseres großartigen Gottes, der uns mit seiner himmlischen Perspektive alles zutraut und neu herausfordert, ihm zu folgen… im Privaten wie in unseren Gemeinden, in den kirchlichen wie in den weltlichen Gestaltungsräumen:

Gott sei Dank! Unser Leben sein ein Fest!

zu den Bildern

Nachlese zum ökumenischen Kirchentag

Das Oratorium EINS

war mein persönliches Highlight des Ökumenischen Kirchentags. Es zeichnet sich durch inhaltlichen Tiefgang und musikalische Vielfalt aus. Natürlich hätte ich mir gewünscht, das Ganze nicht zu Hause am Bildschirm, sondern live mit Tausenden in einem Stadion zu erleben. ( Superindentin Julia Holz; Evangelischer Kirchenkreis Hattingen – Witten)

Gut! das es solche Kirchentage gibt.

Miteinander reden, den anderen kennenlernen und das Evangelium Jesu Christi in den Mittelpunkt rücken, so erfährt man wie der/die andere „tickt“. Wir haben gelernt uns digital zu begegnen und auszutauschen, hoffentlich bald wieder in Präsenz.                     ( Udo Bilgard;  NAK )

„Kommt und seht“

unter diesem Motto aus Joh 1,39 versammelten sich am Samstagabend (15.05.) in vielen Städten deutschlandweit Gläubige aller Konfessionen zu dezentralen Kirchentags-Gottesdiensten. Gefeiert wurden konfessionelle Eucharistie- und Abendmahlsfeiern zu denen jeweils die Schwestern und Brüder aus den anderen Kirchen eingeladen waren. „Komma un kumma“  mit dem in die Wittener Mundart übersetzten Wahlspruch begrüßte Pfarrer  Fritz Barkey die Gläubigen in der St. Marienkirche, dem Ort des Wittener ÖKT-Gottesdienstes. Zu dieser Feier hatte die ACK Witten eingeladen. Viele Gläubige und Kirchenvertreter aus allen Konfessionen nahmen daran teil. Die Liturgie wurde von Pfr. Barkey, der Pfarrerin Mareike Gintzel aus der ev. Trinitatis-Gemeinde, Joachim Gresch sowie drei Laienvertretern gestaltet. Im Mittelpunkt der Verkündigung stand das Jesus-Wort: „Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt.“ Daraus sollte sich für jeden Christen ergeben, dass am Tisch des Herrn, gleich in welcher Kirche er steht, ein Platz für die Schwester und den Bruder im Glauben angeboten wird und er willkommen ist. Dass dies nicht nur Lippenbekenntnisse waren, zeigte sich bei diesem ÖKT-Gottesdienst am diesem Samstag Abend in Witten. „Kommt und seht – wie groß die Liebe Gottes ist!“ Dieses Statement des Kirchentags erfüllte und bewegte die Teilnehmer noch weit über den Abend hinaus. ( Joachim Gresch; Katholische Kirche)

 

Bläser erklingen zum Start des Kirchentages

Ökumene in Hattingen, Sprockhövel und Witten: Getrennt, und doch im Glauben vereint

Kirchenkreis. Wer in diesen Stunden in Frankfurt weilt, muss nach den Spuren des 3. Ökumenischen Kirchentages lange suchen. Menschen mir Schals, fröhliche Gesänge in U-Bahnhaltestellen, gelebter Glaube und das gute Gefühl, zu einer großen, engagierten Gruppe zu gehören – der 3. Ökumenische Kirchentag muss ohne all das auskommen. Digital und dezentral – die Pandemie zwingt auch die Christinnen und Christen dazu, lieb gewonnene Traditionen ausfallen zu lassen. Auf eine Tradition mochten die Christinnen und Christen allerdings nicht verzichten: Zum Start des Kirchentags erklingen die Bläser – und zwar nicht nur in Frankfurt, sondern auch in Hattingen, Sprockhövel und Witten…

Es ist nur eine kleine Gruppe von Menschen, die sich am Mittwochmittag vor der Johanniskirche in Witten versammelt. Vertreterinnen und Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) treffen sich am 12.05. um 12.05 Uhr, um symbolisch den Kirchentag zu eröffnen – auch wenn die Lust auf weitere Zoom-Konferenzen und Webinare, auf Online-Gottesdienste und Musikvideos schon mal größer war. Und doch: „Wir rufen den Kirchentag mit dem Kirchentagsruf nach Witten“, gibt sich Hans Werner Ludwig, Kirchentagsbeauftragter und Vorsitzender des Landesausschusses Westfalen, entschlossen. So wollen er und seine Kolleg*innen Interessierte auf die mehr als 80 aus Frankfurt gestreamten Veranstaltungen aufmerksam machen.

Einladung zum konfessionellen Kirchentags-Gottesdienstes am 15.05.2021, um 18.00 Uhr in der St. Marienkirche

Liebe Schwestern und Brüder in der Ökumene,

herzlich möchten wir euch zur Mitfeier unseres konfessionellen Kirchentags-Gottesdienstes „Kommt und seht!“ am 15.05.2021, um 18.00 Uhr in der St. Marienkirche, mit den Worten der Verantwortlichen des 3.ÖKT einladen:

„Kommt und seht!“ – so ermutigt Jesus seine ersten Jünger*innen, die danach fragen, wo er wohnt (vgl. Johannes 1,39). Lassen wir uns von Jesus Christus einladen an die Orte, an denen er seiner Verheißung gemäß gegenwärtig ist!

Bei allen bisherigen ÖKT war die Frage nach der Gemeinschaft im Abendmahl und in der Eucharistie für die Teilnehmer*innen von sehr hoher Bedeutung. Dies wird auch 2021 wieder so sein. Vor dem Hintergrund der in den letzten Jahren vertieften theologischen Bemühungen um Gemeinsamkeiten im theologischen Verständnis, in der spirituellen Haltung und bei der liturgischen Gestaltung von Abendmahl und Eucharistie hat das Präsidium des 3. ÖKT ein Gemeinsames Zeugnis angeregt. Darin soll zu Beginn der konfessionellen Gottesdienste das gemeinsame Vertrauen auf die Gegenwart Jesu Christi bekannt werden. Es bildet den Hintergrund für das gegenseitige Vertrauen in die Gewissensentscheidung derer, die an Abendmahl und Eucharistie einer anderen Konfessionsgemeinschaft teilnehmen-immer im nötigen Respekt für den Gastgeber.

So richtet sich das Augenmerk über den Kreis der evangelischen und römisch-katholischen Gemeinden hinaus auch auf die weiteren Kirchen in der „Arbeitsgemeinschaft der Christlichen Kirchen“ (ACK)

Wir hoffen, dass die konfessionellen Gottesdienste am Abend des 15. Mai 2021 dazu beitragen, den Weg der Einheit der verschiedenen christlichen Kirchen zu stärken und das in der Taufe bereits bestehende sakramentale Band der Einheit zu festigen.

(Stephan Goldschmidt und Dorothea Sattler, Leiter*innen der Projektkommission)

Die notwendige Anmeldung zum Gottesdienst sollte über das Pfarramt St. Marien: Tel.: 02302 56540; Fax: 02302 2781938;  marien@katholisch-in-witten.de. Erfolgen.

Wir freuen uns auf euch

Fritz Barkey und Joachim Gresch

 

Ökumenisches Gedenken an die Verstorbenen der Pandemie am 18.04.2021

 

Witten. Seit mehr als einem Jahr hat die Corona-Pandemie auch Witten fest in der Hand. Von den 3100 Menschen, die bislang in Witten an Covid-19 erkrankt sind, starben 107 Männer und Frauen. „Nur“, mag man denken angesichts der globalen Dimension dieser Pandemie. Doch jeder Tote steht natürlich für ein Schicksal, für ein Leben, für Träume und Pläne, die sich nun nicht mehr erfüllen können. Am 18. April findet ein bundesweiter, durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ausgerufener Gedenktag der Corona-Toten statt – und diesen nehmen die Vertreterinnen und Vertreter der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) in Witten zum Anlass, ökumenisch verbunden ebenfalls aller Verstorbenen seit März 2020 zu gedenken. Derer, die an und mit Corona verstorben sind und auch derer, die unter den besonderen Beschränkungen des Lockdowns ihren letzten Weg gehen mussten.

„Wir wollen der Trauer, aber auch der Hoffnung einen Raum geben“, erläutert Julia Holtz, Superintendentin im Evangelischen Kirchenkreis, das gemeinsame Engagement. Dazu öffnen die Protestanten am Sonntag zwischen 14 und 17 Uhr die Johanniskirche in der Wittener Innenstadt. Zu jeder vollen und halben Stunde gibt es einen kurzen, geistlichen Impuls; daneben ist viel Zeit für das stille Gedenken an die Verstorbenen und für die Möglichkeit, Kerzen zu entzünden. Vertreter*innen der ACK sind vor Ort und stehen für Gespräche zur Verfügung. „Trauer und Abschied lassen sich nicht auf eine Konfession festlegen, darum sind wir froh, dass wir durch die Beteiligung aller ACK-Kirchen gemeinsam einen Raum anbieten können, um an die Menschen zu denken“, so Udo Bilgard von der Neuapostolischen Kirche. Sein protestantischer Amtsbruder Claus Humbert erinnert sich an den besonderen Schmerz vieler Angehöriger, weil Beerdigungen unter den besonderen Corona-Bedingungen eben nicht wie gewohnt im großen Kreis stattfinden konnten. „Gerade eine würdevolle Beisetzung ist für viele Trauernde ein großer Trost.“ Friedrich Barkey (Katholische Kirche) ist darum dankbar, dass der Bundespräsident mit seiner Initiative eine Möglichkeit geschaffen hat, im ganzen Land an einem gemeinsamen Tag der Verstorbenen, ihrer Angehörigen, aber auch derjenigen zu gedenken, die heute noch an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung leiden.

Auch das Ev. Krankenhaus in Witten beteiligt sich mit einer Aktion. Von Freitag, 16. April, bis Sonntag, 25. April, gibt es im Eingangsbereich des Krankenhauses an der Pferdebachstraße einen Gedenkort, um der Trauer einen Raum zu geben. An dieser Stelle wird ein Apfelbaum als Baum der Hoffnung aufgestellt. Mitarbeitende und Menschen, die zu einem Besuchs- oder Arzttermin ins Evangelische Krankenhaus kommen, können auf farbigen Karten beschreiben, woraus sie in diesen Pandemie-Zeiten Zuversicht schöpfen. Diese Karten können sie anschließend in die Zweige des Baumes hängen. Zudem besteht die Möglichkeit, seine Anteilnahme in einem Kondolenzbuch zum Ausdruck zu bringen.

Das Team rund um Krankenhausseelsorger Stephan Happel möchte damit Raum geben für das Gedenken, für Trauer und Hoffnung. Nach dem 25. April wird der Apfelbaum auf dem Gelände des Krankenhauses eingepflanzt, damit die Hoffnung auch Wurzeln schlagen kann

Zum Gedenken und persönlichen Gebet sind darüber hinaus am 18. April viele Kirchen in Witten geöffnet. Einzelheiten erfahren Interessierte in den Gemeindebüros, auf den Homepages und in den Schaukästen der Gemeinden.

Bildzeile: Tauffenster in der Johanniskirche. Dort können Menschen am 18. April Kerzen anzünden, beten und kurzen Impulsen lauschen.

Offener Brief der ACK-Witten

An die Mitglieder
des Wittener Integrationsrats
des Wittener Internationalen Netzwerks (WIN)
der Wittener Moscheegemeinden Sultan-Achmet-Camii, Fatih Camii, Ayasofya Camii und das Bosnische Kulturzentrum

Witten, im Februar 2020

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

angesichts des furchtbaren Attentats von Hanau möchten wir als Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Witten unsere große Betroffenheit zum Ausdruck bringen und allen Opfer und deren Angehörigen unser tiefes Mitgefühl aussprechen.

Mit Entsetzen nehmen wir zur Kenntnis, dass Menschen anderer Herkunft oder Religion in unserer Mitte diskriminiert oder bedroht werden. Dagegen betonen wir, dass aus christlicher Sicht die Würde jedes Menschen unantastbar ist. Wir glauben, dass jedem Menschen als Geschöpf Gottes in gleichem Maße Achtung und Wertschätzung gebührt, unabhängig von seiner ethnischen Herkunft, Religion oder Weltanschauung.

Wir sind sprachlos, aber auch wütend und beschämt über den wachsenden Hass in Teilen unserer Gesellschaft, der von menschenfeindlichem, rassistischem, antiislamischem und antisemitischem Gedankengut durchdrungen ist. Diese Gewalttat ist die brutale Konsequenz des Gifts, das rechtspopulistische und rechtsextreme Kreise streuen. Dagegen treten wir für eine tolerante und offene Gesellschaft ein, in der jeder Mensch in Freiheit, Würde und Sicherheit leben kann, und bekunden unsere Solidarität mit allen Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt.

Am vergangenen Sonntag haben wir in unseren Gottesdiensten der Opfer von Hanau und ihrer Angehörigen gedacht und für ein gutes Miteinander in unserem Land und unserer Stadt gebetet.

Allen, die sich direkt oder indirekt durch rassistische Gewalt bedroht fühlen, möchten wir unsere uneingeschränkte Solidarität bekunden. Gemeinsam mit Ihnen wollen wir uns dafür starkmachen, dass alle Menschen in Witten in Frieden, Freiheit und Menschenwürde mit einander leben können.

Gezeichnet:
Pfarrer Claus Humbert (Vorsitzender der ACK-Witten)
Pfarrer Fritz Barkey (Stellvertretender Vorsitzender)
Udo Bilgard (Stellvertretender Vorsitzender)
Pfarrerin Julia Holtz (Superintendentin)

Hier können Sie den offenen Brief der ACK-Witten als pdf-Dokument herunterladen.

In der ACK sind die Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Witten (Baptisten), die Selbstständig Evangelisch-Lutherische Kreuzgemeinde (SELK), die Freie evangelische Gemeinde Witten-Bommern (FeG), die Neuapostolischen, die Römisch-Katholischen sowie die Evangelischen Kirchengemeinden Wittens zusammengeschlossen.

„Suche den Frieden und jage ihm nach“

Friedensgottesdienst der ACK-Witten zur 80. Wiederkehr des Ausbruchs des 2. Weltkriegs

Von Martin Plücker

Witten. „Suche den Frieden und jage ihm nach“ – unter diesem Motto stand der Friedensgottesdienst, zu dem die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Witten am 1. September in die Johanniskirche eingeladen hatte. An diesem wichtigen Datum gedachten die rund 150 Teilnehmenden an den Ausbruch des 2. Weltkriegs vor 80 Jahren. Gleichzeitig wurde aber auch die Dankbarkeit für fast 75 Jahre Frieden spürbar.

Schülerinnen und Schüler des Ruhr-Gymnasiums bereiteten diesen Gottesdienst mit ihrer Lehrerin Annika Neurath und Schulseelsorger Joachim Gresch vor. Eindrücklich erinnerten sie mit Texten und Bilder an die Schrecken des Krieges. Fürbitten für den Frieden wurde unterstützt von Kerzen und Blumen, die in ein Geflecht aus Stacheldraht gestellt wurden. Und mit persönlichen Gedanken gaben sie Impulse weiter, wie wir uns heute für ein friedvolleres Miteinander einsetzen können.

Die Predigt hielt Dr. Pete Wilcox, Bischoff von Sheffield, als besonderer Gast zum Friedensgedenken. Zwischen dem dortigen anglikanischen Bistum und der evangelischen Kirche hier in Witten besteht eine rund 30-jährige Partnerschaft. In seiner Predigt erinnerte Wilcox daran, dass es ein Privileg ist, in Friedenszeiten leben zu dürfen. Frieden fällt nicht vom Himmel. Er beruht auf Gerechtigkeit und wird da Realität, wo sich Menschen für den Ausgleich von Ungerechtigkeiten und ein faires Miteinander einsetzen.

Musikalisch abwechslungsreich gestaltet wurde der Gottesdienst durch Schüler des Ruhr-Gymnasiums, das Collegium Musicum Witten, die Kantorei Allerheiligste Dreifaltigkeit aus Wanne, Georg Klopf (Orgel) und Wilfried Rompa (Kontrabass).

Über diesen bewegenden Gottesdienst hinaus bleibt die Aufforderung und Ermutigung an jeden ganz persönlich: „Suche Frieden und jage ihm nach.“

Was uns verbindet ist stärker …

Die ACK-Witten auf dem Kirchentag in Dortmund

Dortmund. „Was uns verbindet ist stärker …“ – mit einem pfiffigen Theaterstück hat sich die ACK-Witten am Samstag, den 22. Juni 2019, im Rahmen des WeltGartens auf dem Dortmunder Kirchentag präsentiert. Britta Lennardt, Schauspielerin aus Witten, hatte das Stück extra für diesen Anlass geschrieben.

Mit viel Humor brachten die sechs VertreterInnen der Wittener ACK als SchauspielerInnen unterschiedliche Sichtweisen und Verständnisse rund um Kirche und Glauben pointiert zum Ausdruck. Trotz aller Unterschiede zeigten sie ihr gemeinsames, verbindendes Fundament auf: Jesus Christus. Schön veranschaulicht durch das Kreuz, das im Verlauf des Theaterstückes aus einzelnen Würfeln mit den Logos der sechs verschienden Gemeinden zusammengesetzt wurde.

„Was uns verbindet ist stärker als das, was uns unterscheidet.“ Das ist mehr, als der Titel eines Theaterstücks – es beschreibt das Anliegen und das Miteinander der 2018 gegründeten Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Witten.

 

Bildzeile:

Die Wittener Akteure von links nach rechts: Udo Bilgard (Neuapostolische Kirche), Joachim Gresch (Katholische Kirche), Martin Plücker (Freie evangelische Gemeinde), Hinrich Schorling (Selbstständige Evangelisch-Lutherische Kirche), Annette Grabosch (Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde), Christian Uhlstein (Evangelische Kirche), Britta Lennardt (Schauspielerin)