Besser sind doch die dran, die sich für niemanden zuständig und verantwortlich fühlen; die alles genau aufrechnen, damit sie selbst nicht zu kurz kommen. Aber ist das nicht zu wenig? Sind nicht doch die am Ende glücklicher, die ihren Mitmenschen unspektakulär und selbstverständlich zur Seite stehen? Haben nicht doch die das bessere Leben, die ein Herz haben für die Menschen, mit denen sie zusammenleben?
„Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden“ – sagt Jesus, und ich will es ihm glauben.
Ich denke da an Elisabeth von Thüringen, die als Landgräfin und auch nach ihrer Vertreibung von der Wartburg alles für die Armen tut. Oder an Friedrich Christian Carl von Bodelschwingh, der mit seiner Sorge für die Notleidenden und Kranken eine Welle der Barmherzigkeit auslöst. Und ich denke an die vielen Namenlosen, die sehen, was andere jetzt zum Leben brauchen. Kennen Sie auch solche Menschen?